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Erickson-orientierter Ansatz
Betrachten Sie Geschichten, Reframing und Suggestion als Kommunikationsideen, nicht als Ersatz für professionelle Therapie.
Wenn du ruhig genug dafür bist, nimm einen belastenden Gedanken und frage: Welche andere plausible Sicht gibt es? Welche Information fehlt? Was könnte ich daraus lernen oder konkret beeinflussen? Du musst keine positive Bedeutung finden; Ziel ist, eine starre erste Interpretation um weitere realistische Möglichkeiten zu ergänzen.
Rufen Sie eine Situation in Erinnerung, in der Sie eine relevante Fähigkeit tatsächlich eingesetzt haben, und benennen Sie, was Sie damals getan haben. Nutzen Sie diese Information, um den nächsten Schritt zu planen. Eine positive Erinnerung kann orientieren, ist aber kein verlässlicher psychologischer „Anker“ auf Knopfdruck.
Sie können in einem entspannten Moment eine unauffällige Geste mit einem ruhigen Bild oder einigen angenehmen Atemzügen verbinden und später prüfen, ob sie als Erinnerung an eine Pause funktioniert. Erwarten Sie keinen konditionierten Soforteffekt; bei starker Angst oder Belastung ersetzt die Technik keine passende Hilfe.
Wähle eine Metapher, die einen wichtigen Aspekt deines Ziels greifbar macht, etwa „einen Berg besteigen“. Frage anschließend, welche Teile des Bildes wirklich passen und wo die Analogie endet. Eine gute Metapher unterstützt Denken und Motivation, darf aber konkrete Planung nicht ersetzen.
Wenn du Selbstformulierungen nutzen möchtest, wähle Aussagen, die glaubwürdig und beeinflussbar sind, etwa „Ich kann vor dem Antworten kurz pausieren“ statt „Ich bin immer völlig selbstsicher“. Verbinde die Formulierung mit einem konkreten Verhalten. Positive Sätze allein garantieren weder Veränderung noch Selbstvertrauen.
Setzen oder legen Sie sich an einen sicheren Ort, richten Sie die Aufmerksamkeit auf einen neutralen Reiz wie den Atem und lassen Sie Entspannung entstehen, ohne sie erzwingen zu müssen. Beenden Sie die Übung bei Unwohlsein. Klinische Beschwerden oder Trauma gehören in einen geeigneten professionellen Kontext.
Stellen Sie sich eine konkrete Aufgabe mit wichtigen Schritten, typischen Schwierigkeiten und Ihrer geplanten Reaktion darauf vor. Eine angenehme Erfolgsvorstellung kann motivieren, ersetzt aber weder Training noch Feedback. Die Übung braucht keine tiefe Entspannung und garantiert keinen besseren Ausgang.